Besitzfolgen der Gemeinde Petsch bei Platten im Erzgebirge

 

In der 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte Wilhelm Hauschild aus Aussig die Idee, einige vorhandene Grundbucheinträge in Text umzusetzen. Folgender Beitrag erschien in der Zeitschrift „Sudetendeutsche Familienforschung“, 10. Jahrgang 1937/38, Seite 129 unter dem Titel „Besitzfolgen der Gemeinde Petsch bei Platten im Erzgebirge“:

Petsch Nr. 2

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1649 kauft Raab Michael von Vierermel Martin das Gut samt einer halben Hube Feldes. 1689 folgte sein Sohn Hans Georg und 1732 dessen Sohn Johann als Besitzer des Hofes. Dieser ehelichte 1735 Anna Katharina Hauschild, eine Tochter des Andreas, Ortsrichter in Petsch Nr. 9. Nach dessen Ableben ehelichte 1758 die Witwe den Gählert Johann aus Kleinhan, welcher im gleichen Jahre ihren Hof in Pacht nahm, da der Sohn Franz noch minderjährig war. Dieser übernahm dann 1765 das väterliche Erbe und übergab es 1797 seinem Sohne Franz Raab.

Dieser übergab im gleichen Jahre den Hof auf Wunsch seines Vaters, welcher die Übergabe bereute, diesem zurück. 1801 folgte als Besitzer Weinert Johann aus Merzdorf, welcher durch die Verehelichung mit Marie Anna, einer Tochter des Raab Franz sen. die Wirtschaft übernahm. 1836 folgte sein Sohn Josef und 1870 dessen Sohn Anton, welcher im gleichen Jahre die Theresia Hauschild aus Petsch Nr. 15 ehelichte. 1897 heiratete Reichmann Karl aus Brandau die Tochter Marie des obigen Ehepaares und wurde damit auch Besitzer von Nr. 2.

Anmerkung von mir:

Dieser Artikel stammt aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Der am Anfang des Artikels genannte Michael Raab ist  um 1627 in Rodenau geboren. Er heiratete am 15.11.1648 Barbara Vierermel, eine Tochter des Martin Vierermel. Michael starb 1669 in Petschau und wurde am 24. März 1669 in Platten beerdigt. Der Vater von Michael, Martin Raab, starb 1675 im Alter von ca. 86 Jahren und wurde am 25.01.1675 in Platten beigesetzt.

Alle im Artikel genannten Personen waren Vorfahren bzw. Verwandte von mir, so auch im folgenden Artikel:

Petsch Nr. 14

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1645 übernimmt Zein Georg von seinem Vater Adam das Gut mit drei viertel Feld. 1648 heiratet Georg Christine, eine Witwe des Wenzel Floth. Die Kirchenmatrik bemerkt, daß diesem Ehepaare während der Hochzeitfeier das Haus abbrannte. 1674 übernimmt das Gut dessen Sohn Georg, welcher 1672 Elisabeth, eine Tochter des Michael Zein aus Quinau ehelichte.

1718 erbt den Hof der Sohn Christoph, der 1716 Katharina, eine Tochter des Johann Hauschild aus Petsch Nr. 9 heiratete. 1753 folgt als Besitzer dessen Sohn Hans Georg, welcher 1750 Anna Veronika, eine Tochter des Johann Christoph Zein aus Oberdorf ehelichte. 1774 heiratet Wenzel Berthold aus Schergau Nr. 2 die Witwe des Obigen – Katharina und nimmt deren Gut in Pacht.

1797 folgt als Besitzer Ignatz, ein Sohn des vorhergenannten Hans Georg Zein. Ignatz ehelichte um 1803 die Veronika Lehm, verwitwete Kreißl aus Dörnthal Nr. 12, und verwaltete auch deren Gut. 1816 übernimmt der Sohn Johann Georg das väterliche Gut Petsch Nr. 14. Er war bereits 1813 mit Prinnler Veronika aus Platten Nr. 24 verheiratet und auch nach seinem Vater vorübergehend Besitzer von Dörnthal Nr. 12.

Sein Bruder Josef war nach ihm Besitzer von Dörnthal 12 und kaufte 1829 die Wirtschaft in Petsch Nr. 1, wo dessen Zweig noch heute Besitzer ist. 1873 folgt als Besitzer von Petsch Nr. 14 Franz Zein, ein Sohn des oben genannten Johann Georg. Franz heiratete Theresia Reichl aus der Grundmühle Platten Nr. 54

Um 1890 folgte als Besitzer dessen Sohn Josef, welcher Marie Dörr aus der III. Grundmühle ehelichte. 1914 kauft die Wirtschaft Knaf Franz aus Petsch Nr. 4, welcher eine Nichte obiger Dörr, namens Marie, gleichfalls aus der III. Grundmühle heiratete und noch heute Besitzer dieses Hofes ist.

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